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Berlin/Trier. Am 21. März 2014 ist Equal Pay Day. Um das gleiche Jahresgehalt wie Männer zu verdienen, müssen Frauen 15 statt 12 Monate arbeiten, also drei Monate länger. Auf diesen Missstand machen zahlreiche Initiativen in ganz Deutschland am Equal Pay Day aufmerksam.

Die Trierer SPD-Bundestagsabgeordnete Katarina Barley fordert, die geschlechtsspezifische Lohnungleichheit per Gesetz zu beseitigen. „Von alleine ändert sich gar nichts – der Wert ist seit Jahren gleich. Es ist höchste Zeit für ein Gesetz gegen Lohndiskriminierung. Dieses Gesetz muss Transparenz über den Lohn im Betrieb und in Tarifverträgen herstellen. Und es muss durch verbindliche Verfahren sicherstellen, dass Lohnungleichheit beseitigt wird“, fordert Barley.

„Noch immer verdienen Frauen hierzulande durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Damit liegt Deutschland im EU-Vergleich auf einem der letzten Plätze“, erklärt die Abgeordnete Barley. „Das hängt mit den schlechteren Zugangsvoraussetzungen von Frauen in bestimmte Berufs- und Gehaltsgruppen zusammen. Aber selbst bei gleichen Voraussetzungen beträgt die Lohndifferenz noch zwischen 7 und 8 Prozent. Dieser Unterschied ist alleine auf das Geschlecht zurückzuführen. Das ist Diskriminierung.“

Die Abgeordnete empfiehlt deshalb eine Doppelstrategie: Männer und Frauen brauchen dieselben Rahmenbedingungen im Arbeitsleben, so dass Frauen sich ihrem beruflichen Fortkommen widmen können. So können die strukturellen Ursachen der Lohnlücke ausgeschaltet werden. „Die Lohndiskriminierung dagegen kann nur per Gesetz beseitigt werden“, betont Barley.